29.08.2021
Starkregen - Konsequenzen?

Die Vorboten des Klimawandels zeigen sich nun verstärkt in Europa. Die Starkregenereignisse in Nordrhein-Westfahlen und Rheinland Pfalz in diesem Jahr sprechen Bände. Auch Bayern und unser Landkreis wurden nicht verschont.

Als Beispiele seien Halfing, Rosenheim und Götting genannt.  

Auch Tattenhausen wurde zweimal getroffen. Speziell in der Hauptstraße und im Amselweg kam es zu teilweise vollgelaufenen Kellern.

Es ist schon länger bekannt, dass die Regenwasserkanäle in Tattenhausen sehr alt und marode sind. In den Jahren 2014/2015 wurden diese Kanäle untersucht, und festgestellt, dass diese erneuert werden sollten.Entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung wurden von der Verwaltung und Herrn Bürgermeister Fessler nicht ernst genommen. Ein schriftliche Anfrage eines Bürgers aus Tattenhausen an das Landratsamt Rosenheim 2014 wurde von der Behörde (2014 !) wie folgt beantwortetet: Die Gemeinde hat die Schäden untersuchen lassen, und festgestellt, dass die Regenwasserkanäle in Tattenhausen saniert werden sollten. Entsprechende Planungskosten für diese Maßnahmen seien im Finanzplan 2015 (!) eingestellt. Passiert ist aber leider nichts in dieser Richtung. Der Rathausneubau war wichtiger, zumal hier auch große Finanzmittel aufzuwenden waren. Inzwischen sind 7 Jahre vergangen, und die Regenwasserkanäle sind immer noch dieselben. Nach Auskunft älterer Tattenhausener Mitbürger wurden die Kanäle in der Hauptstraße vor dem zweiten Weltkrieg verlegt.

Im Finanzplan für die Jahre 2022/2023 sind ca. 2 Millionen Euro für die Sanierungen in Tattenhausen eingestellt. Es gibt aber inzwischen Signale aus der Verwaltung, dass diese Maßnahmen nicht realisiert werden können, aus welchen Gründen auch immer.

Die betroffenen Bürger in Tattenhausen fühlen sich alleine gelassen.

Um das Bild noch abzurunden hat die Verwaltung im letzten Gmoablattl (September 2021) mitgeteilt, dass die Anlieger sich durch entsprechende Maßnahmen  selbst gegen Rückstauereignisse bei Starkregen schützten müssen (siehe pdf).  Dass die ordnungsgemäße Entsorgung des Niederschlagswassers auf den öffentlich gewidmeten Straßen eine Plichtaufgabe der Gemeinde ist, wird geflissentlich verschwiegen.

Es entsteht der Eindruck, dass hier die Anlieger in Tattenhausen Bürger zweiter Klasse sind, und ihnen alleine die Schuld zugewiesen wird, wenn ihre Grundstücke und Keller überflutet werden.

„Die Schildbürger lassen grüßen!“