erstellt von Josef Baumann

28.05.2021
Bauland für Einheimische - Gemeinderatssitzung am 18.5.2021

Die Fraktion der FW-GBV, Freien Wähler / Großkarolinenfelder Bürgervereinigung, widerspricht der einseitigen Darstellung im Presseartikel des OVB.

Das Prinzip „Bauland für Einheimische wird nicht aufgegeben!

Die FW- GBV möchte an der Rosenheimer Straße Nord Eigentumswohnungen für Einheimische errichten, weil sich dieser Standort auf Grund seiner Lage dafür besser eignet.

 

Die extrem hohen Preise für Bauland in Großkarolinenfeld sind nur noch für sehr wenige Familien zu bezahlen. Um auch Einheimischen mit kleinerem Geldbeutel und sozial Schwächeren noch die Möglichkeit zu geben, sich Wohneigentum zu schaffen, will die FW-GBV einen zweiten Weg beschreiten.

Zum Bau von Eigentumswohnungen für Einheimische stellt die Gemeinde Grund und Boden zu einem Vorzugspreis zur Verfügung. Die Gemeinde Großkarolinenfeld verfügt über geeignete Grundstücke, die entsprechend zu überplanen sind. Die durch die Baureifmachen entstehende Wertsteigerung kann damit entsprechend den städtebaulichen Zielen, den Einheimischen und sozial Schwächeren zugutekommen. Dieses Ziel ist bereits im Bau Gesetzbuch, bei der Aufstellung von Bebauungsplänen verankert und wird auch als Sozialakzeptanz bezeichnet.

Das könnte so aussehen:

  • Bau eines Mehrfamilienhauses durch die Gemeinde oder einen Bauträger
  • Grundstücksanteil je Wohnung: 100m² zum Vorzugspreis, z.B. 35% bis 50% des Verkehrswertes
  • Baukosten: 300.000 € für z.B. eine 3-Zimmerwohnung

Deshalb beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 18.5.2021, auf Antrag der FW-GBV, den Bebauungsplan für das neue Baugebiet an der Rosenheimer Straße so anzupassen, dass im Osten anstelle der ursprünglich geplanten vier Ein- und Zweifamilienhäuser zwei Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Im Hinblick auf die Nähe zur Rosenheimer Straße und die zu erwartende Schallimmissionen sollen die Stellung der Gebäude zueinander und die Anordnung der Wohnräume sowie der Gartenanlagen dieser besonderen Situation Rechnung tragen.

 

Das „klassische“ Baulandprogramm für Einheimische, zum Bau von Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften, wie es in anderen Landkreisgemeinden, wie Tuntenhausen oder Feldkirchen-Westerham angeboten wird, soll nach der Meinung der FW-GBV an besser geeigneten Standorten umgesetzt werden. Hier bieten sich z.B. Flächen im Ortsteil Tattenhausen an, wo die Grundstückspreise, u.a. wegen der größeren Entfernung zum Bahnhof, den Schulen und anderen Einrichtungen noch deutlich niedriger sind.

 

 

Großkarolinenfeld, den 27.5.2021

FW-GBV Fraktion im Gemeinderat

Josef Baumann                                          Sepp Lausch

(Fraktionsvorsitzender)                           (Stellvertretender Fraktionsvorsitzender)